Nach den Erkenntnissen der narrativen Psychologie stellen Geschichten für uns Menschen eine Art Nahrung für die Seele dar. Mittels Geschichten finden wir Identität und Bezugspunkte für unser eigenes Leben. Dem Alltag, der eigentlich nichts anderes als eine Abfolge von Einzelereignissen ist, wird durch eine narrative Verflechtung Sinn gegeben. Aus dem emotionalen Miterleben der Konfliktbewältigungen in Filmen und Büchern können wir Lösungsansätze für unseren eigenen Alltag finden. Filme sind Modelle konzentrierten Lebens, an denen wir lernen.

Doch Geschichten müssen Regeln des Erzählens folgen, damit sie für uns verständlich werden und jene Bedürfnisse befriedigen, die wir im Konsum von Geschichten suchen. Beim Schreiben eines Films wird das spätere Publikum oft vom Autor zu wenig in den Prozess miteinbezogen. Jeder Film entsteht schlussendlich erst in der persönlichen Wahrnehmung eines Zuschauers. Eine Story ist nicht das geistige Produkt eines Autors, sondern ein Gemeinschaftsprodukt zwischen Autor und Zuschauer.
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